Von Energie-Dieben und Wärme-Räubern

Meine lieben Leserinnen und Leser,

... heute darf ich einige ganz besondere Gäste hier bei MSpresso begrüßen:
Die mehrfach wegen Energie-Diebstahl und Wärme-Raub vorbestraften Schwerkriminellen Heinz Heiz und Karl Warmnaus (auch »Kosten-Kalle« genannt) – und den Leiter der mobilen Wärme-Dämm-Einsatztruppe, Inspektor Schmid.
Herr Warmnaus, ich begrüße Sie. Erzählen Sie ein wenig von sich.

Kosten-Kalle:
Ich habe bereits als Kind den heißen Dampf aus der Kaffee-Kanne geraubt.

Hans-Peter Peng:
Und heute rauben sie Wärme-Energie aus den Häusern fremder Leute? Finden Sie das angesichts der steigenden Energiepreise nicht ein wenig unverschämt?

Kosten-Kalle:
Hallo – was glauben Sie, warum ich raube und nicht nur ausleihe oder gar dafür bezahle?!? Das Zeug wird immer teurer! Und die Leute machen es einem so einfach: Kaum Wärme-Dämmung, und falls doch, meist nur unzureichende Dämmstoffe und schlecht gedämmt. Die meisten merken noch nicht einmal, dass ich da war. Erst wenn sie die Heizrechnung sehen. Es ist so einfach: Rein, mitnehmen, raus – und weg. Hächächäch.

Hans-Peter Peng:
Nun, wenn es so einfach ist, warum sitzen Sie hier dann in Ketten und Gefängniskleidung vor mir ...?

Kosten-Kalle:
Ach komm. Lassen Sie mich. Ganz schlechtes Stichwort.

Heinz Heiz:
Das war der da. Der Inspektor. Mit seinen ach so tollen »Wärme-Dämm-Maßnahmen«. Hat uns alles versaut. Früher haben wir die Wärme mit vollen Händen rausgetragen. Über 40%!! Aber nach den Schmid-Maßnahmen war alles anders.
Wir konnten morgens beim Lüften zwar rein, aber mit der Wärme sind wir dann nicht mehr rausgekommen, weil wir stecken geblieben sind. Und dann hat er uns geschnappt.

Hans-Peter Peng:
Herr Inspektor, wie haben Sie das geschafft?

Inspektor Schmid:
Wir haben die Wände von außen gedämmt. Die bauliche Hülle. Dadurch wird die Wärmedämmung am größten, weil die Wärme-Speicherfähigkeit komplett genutzt werden kann.
Die beiden hier konnten die Wärme nicht mehr mit nach draußen nehmen. Die hatte sich sozusagen »fest-gespeichert«. Hehe.

Hans-Peter Peng:
Und durch die Fenster konnten sie nicht raus? Da gibt es doch auch immer wieder undichte Stellen, die nicht gedämmt sind?

Inspektor Schmid:
Nicht gedämmte Stellen gibt es überall, aber mal ganz ehrlich: Viel schlimmer als nicht gedämmt ist schlecht gedämmt! Denn wenn der Bewohner der Meinung ist, er habe doch alles gedämmt, dann ist es schwieriger, nachzuvollziehen, woher der Wärmeverlust und der Kostenanstieg kommt. Fenster sind oft ein Problem, aber dafür setzen wir Energiesparfenster ein.

Wir haben auch schon Kellerdecken gedämmt, aber das wichtigste sind einfach doch die Außenwände. Alle anderen Maßnahmen kann man dann jederzeit noch nachholen. Im Zuge einer ohnehin anstehenden Fassaden-Renovierung zum Beispiel.

Kosten-Kalle:
Könnten Sie es bitte unterlassen, hier auch noch Tipps zu verteilen? Sie gefährden die Existenz meines Berufsstandes!

Hans-Peter Peng:
Pscht, Sie sind jetzt gar nicht dran. Inspektor, Thema Wärme-Dämmung: Das kostet doch auch Geld.

Inspektor Schmid:
Natürlich. Aber es ist weder notwendig noch sinnvoll, die Modernisierung aus eigener Tasche zu bezahlen! Denn es gibt staatliche Fördermittel und zahlreiche günstige Kredite.
Angesichts der steigenden Gas- und Ölpreise ist die Modernisierung ein dickes Plus an Ersparnis und durch die Wertsteigerung der Immobilie eine tolle Investition!

Hans-Peter Peng:
Inspektor Schmid – wie ich das sehe, ist es also beim Thema Dämmen doch am besten, wenn man jemanden fragt, der sich damit auskennt.

Inspektor Schmid:
Meine Rede. Wir sind die Spezialisten. Liebe Bevölkerung: Sollten sich bei Ihnen zuhause auch Energie-Diebe und Wärme-Räuber bemerkbar machen, die Ihre Heizkosten in die Höhe treiben dem Raumklima und vor allem der Umwelt schaden, dann rufen Sie uns einfach an:  0711 - 93 92 120. Wir haben die Mittel und Wege, diese Burschen für immer fernzuhalten.

Hans-Peter Peng:
Rrrrrrrrrrrichdich! Ich bedanke mich für das Gespräch. Ihnen weiterhin viel Erfolg, Herr Inspektor. Was die Herren Warmnaus und Heiz betrifft, wünsche ich einen weiterhin unangenehm kühlen Aufenthalt in der Strafvollzugsanstalt, fernab schwäbischer Haushalte – und auf Nimmerwiedersehen!